Montag, 26. April 2010

Meet and Shoot mit "Milo"

"Meet and Shoot" ist eine Idee von meinem Fotografen-Kollegen Thomas Pfeil, genannt 'Fotobully.' Dabei treffen sich Modelle und Fotografen bunt gemischt zu einem Shooting-Nachmittag. Diesmal im Hafengebiet von Bremen. Da traf es sich gut dass die Bremer Modedesignerin Milo noch Fotos brauchte. So wurde es also ernst - lustig war es trotzdem oder gerade deshalb ;-) Während Michael aus Oldenburg mit zwei Newcomer-Modellen die Location "unsicher machte", arbeiteten Fotobully und ich mit der Designerin, die ihre Mode selbst präsentierte.

Ja, ich habe an "Frühstück bei Tiffany" gedacht.

Die Rückenansicht in Szene gesetzt.

Milo in Aktion und das Kleid zeigt in jeder Situation nicht zu viel ;-)

Fotobully ließ es Bltzen, schließlich wollte die neue portable Blitzanlage genutzt werden.

Jedes Stück ist ein Unikat. Die aufwendigen Muster sind Handarbeit.  http://www.milo-shop.de 

Samstag, 24. April 2010

Strobist on location: Wenn Frauen wie Männer wären...

... wie sähe das aus? Dieser Frage ging ich mit den Modellen Penny und Marco nach. Eine gute Gelegenheit auch mal zu zeigen was in einer kleinen Strobist-Ausrüstung steckt. Nach einem ausführlichen 2. Frühstück dienten uns zwei Privat-Wohnungen als Locations.
"So jetzt ist Schluß! Hier wird erstmal Ordnung gemacht!" Wir stellen uns den klassischen Themen wie Computer, Müll rausbringen, Bier oder Fußball:

Uh, das sieht nach Elf-Meter aus, aber für die falsche Mannschaft ;-) Die Zeit Verging wie im Fluge und wir hatten wirklich Spaß am Set.
Ausgeleuchtet wurden alle Bilder mit nur zwei (Aufsteck-)Blitzen. Einer diente blau abgetönt als Monitor bzw. Fernseher, der andere simulierte das Licht vom Fenster.

Alle Bilder gibt es hier als Diashow.

Danke an Holger fürs assistieren und chauffieren!
Ach, und den beiden Katzen gebührt mein Dank für ungewollte Komik:

Dienstag, 6. April 2010

Das Strobist-Konzept

Der Blitz auf der Kamera, ein leidiges Thema. Das frontale Licht entspricht einfach nicht unserer gewohnten Sehweise.

Moderne "Aufsteckblitze" sind heute klein, aber in ihrer Leistung gewaltig. Neben hoher Leuchtkraft zeichnet die meisten aus, dass sie sich auch von der Kamera getrennt einsetzen lassen. Kamera und Blitz kommunizieren heute vielfach sogar drahtlos. Damit eröffnen sich auch in der Reportage-Fotografie neue Möglichkeiten.

Das Strobist-Konzept überträgt die Möglichkeiten der Studio-Fotografie auf die kleinen Aufsteck-Blitze. Wenige - und vor allem leichte - Zubehörteile machen aus dem Blitz ein mobiles Studio für draussen (on location). Ein kleines Leuchtenstativ, ein Blitz- und Schrimhalter, sowie ein weißer Durchlichtschirm und ein Reflektor reichen bereits für den Anfang. Nun kann, wie im Studio das Licht gestaltet werden. Der Schrim (sieht aus ein Regenschirm) sorgt z.B. für weiches Licht das bei Portraits die Falten im Gesicht verschwinden lässt.

Doch einen riesigen Vorteil habe ich noch gar nicht erwähnt: bei der Verwendung von Systemblitzen wird die Belichtung durch das Objektiv der Kamera gemessen - auch wenn der Blitz nicht auf der Kamera steckt - Dank drahtloser Kommunikation (Wireless-TTL). Somit braucht sich der Fotograf gar nicht um die Einstellung des Blitzes kümmern und eventuelle Korrekturen (Blitz +/-) werden an der Kamera eingestellt. Besonders praktisch wenn der Blitz ein paar Meter entfernt steht.

Sinnvoll ergänzen lässt sich die Ausrüstung mit zusätzlichen Blitzen und anderen Lichtformern. Damit kann das Licht gebündelt werden (z.B. Snoot), weicher oder härter gemacht werden (Reflex-Schirm, Softbox) oder eingefärbt werden (CTO-, CTB-Folien).

Natürlich sind große Studio-Blitze stärker vom Licht her. Eine große Halle lässt sich mit den "kleinen" Blitzen nicht so einfach ausleuchten (es sei denn man hat ganz viele davon). Doch als tragbare Alternative, besonders bei Personenaufnahmen ist die Strobist-Ausrüstung nur schwer zu schlagen.

Hier ein Einblick in meine Ausstattung. Verschiedene Schirme (weiß, silber/weiß, silber/schwarz), Stativ und Montage-Zubehör bilden die Grundlage. Neben dem System-Blitz dient ein alter Blitz die als "Slave" und kann den Hintergrund ausleuchten oder Highlights in den Haaren setzen. Ein paar Moosgummi-Platten dienen als "Snoot" oder "Gobo" und schränken die Leuchtwinkel bei Bedarf teilweise ein. Nicht im Bild ist der Reflektor. Alles lässt sich in einem leichten Rucksack verstauen und ist auch dort griffbereit wo man nicht mit Auto hinkommt.

Ein wahrer Meister dieser Technik ist der Photojournalist Joe McNally.