Mittwoch, 30. Dezember 2015

Guten Rutsch!


Mit diesem Bild, gerade an der Nordsee entstanden, wünsche ich allen Bloglesern einen Guten Rutsch und ein gutes Jahr 2016!

Mit der FF-Fotoschule blicken wir in ein spannendes Jahr. Die Fotokurse starten am 16. Januar mit Grundlagen der Fotografie, Nachtfoto und Peoplefotografie im Studio (17.1.). Ein besonderes Event wird unser Fotowalk beim Bremer Samba-Karneval am 30.Januar sein. Ebenso stehen Landschafts-, Tier- und Makrofotografie auf dem Programm.

Der Bremer VHS-Kurs "Schlechtes Licht? - Dufte Bilder!" startet am 13.Januar und ist bereits ausgebucht. Einen weiteren Kurs gibt es ab 13.April, die Plätze sind jedoch sehr begehrt. Tageskurse an der VHS Bremen, wie zum Beispiel "Portraits mit dem 50mm-Objektiv" oder "Systemblitz kreativ nutzen" stehen auch wieder auf dem Plan.




Freitag, 25. Dezember 2015

Was Weihnachten mit Karneval zu tun hat

"Ich kann nicht auf Knopfdruck lustig sein, deshalb mag ich keinen Karneval!" Den Satz hast du vielleicht schon selbst gesagt. Und gleichzeitig ärgerst du dich vielleicht gerade jetzt, dass XY dir keinen Weihnachtsgruß geschickt hat. Von mir gibt es auch keinen. Und ich verrate dir ein Geheimnis: ich kann nicht auf Knopfdruck besinnlich sein.

So etwas schreibt man doch nicht auf seiner beruflichen Homepage. Warum eigentlich nicht? Unser Heiligabend war entspannt, wenn auch nicht ganz frei von menschlichem. Mit den Kindern - beide erwachsen - kochten wir Schlesische Weißwürste mit Lebkuchensauce, hatten eine kleine Bescherung, waren am See spazieren und saßen noch im Pub zusammen. Tannenbaum hatten wir keinen, dafür hatte meine Tochter wunderbar ihre Küche geschmückt. Es war schön, wenn auch nicht im klassischen Sinne besinnlich.

Alle schreiben doch Newsletter oder Karten zu Weihnachten, das könnte ich auch tun. Das gehört schließlich zur Werbung dazu und unsere Postfächer quellen davon über. Dass ich es nicht tue ändert nichts daran, dass ich mich natürlich freue auf die Fotokurse im nächsten Jahr mit euch und darauf viele von euch wieder zu sehen. Werde auch weiter für eure Fragen, Anliegen, Wünsche da sein und auch weiter bei gutem, wie bei schlechtem Licht dufte Bilder für euch machen. Klar! Und für einen Schnack bei Kaffee, Wein oder Bier mit euch bin ich auch immer zu haben. Das gilt auch für diejenigen, die mich noch gar nicht kennen. Probiert es aus: Mail an info@salzmann-photo.de

In diesem Sinne wünsche ich euch schöne, stressfreie Feiertage und einen "Guten Rutsch!"

Thomas W. Salzmann

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Photog.de wird zu salzmann-photo

Nicht wundern! Es ändert sich nur der Name. Salzmann-photo lässt sich einfach besser merken. Um eine bessere Wiedererkennbarkeit zu gewährleisten, wird zukünftig die Pressefotografie, sowie Foto-Workshops und Coachings  unter salzmann-photo firmieren. Diese Seite ist dann wie gewohnt unter photog.de, sowie zusätzlich unter salzmann-photo.de zu erreichen. 

Dienstag, 1. Dezember 2015

Olympus PEN Promotion in Düsseldorf

Zu den Düsseldorfer Fototagen (27. + 28.11) bei Foto Koch musste die kleine Olympus PEN zeigen was sie kann. Zwei Tage Dauereinsatz für Kamera, Fotograf und Assistent. Bei dem kostenlosen Shooting konnten sich Kunden ein Bild von der Systemkamera machen und ein Foto gleich mit nach Hause nehmen. Bei 180 Shootings haben wir etwa 250 Gäste in Szene gesetzt.

Die Abende versüssten uns dann Alt-Bier und eine deftige Mahlzeit in der Brauerei Schumacher.

Am Samstagabend hieß es schon weider Abschied nehmen, denn der Nächste Fotokurs wartete in Bremen.

Coole Gäste: drei Freunde aus London.


Andrang in unserem Zelt vor der Filiale, aber nicht nur dort.

Foto: Mirko Christmann

Montag, 23. November 2015

[kreativ gesehen] 16: Belichtung, Schärfentiefe, Bildgestaltung - Dreiecksbeziehungen

Drei Dinge brauchte der Mann in einem alten Werbespot. Auch genau drei Dinge braucht die Fotografin und der Fotograf  für viele Entscheidungen. Das ist gut, denn drei Dinge lassen sich meist gut merken.

Heute etin bisschen ganz praktische Theorie:

Belichtungsdreieck

Die für eine richtige Belichtung nötigen Einstellungen sind die Blende, die Verschlusszeit und die Empfindlichkeit des Sensors oder Films (heute meist in ISO angegeben) Die Kamera misst das automatisch. Doch was misst der Apparat da eigentlich und wie stellt er ein? Mehr oder weniger geschickte Algorithmen errechnen in Sekundenbruchteilen eine Belichtung. Dabei berücksichtigen moderne Kameras nicht nur die Lichtmenge, sondern auch die Brennweite und andere Faktoren. So wird zum Beispiel eine automatisch eine Belichtungszeit gewählt, die kurz genug ist um Verwacklungen zu vermeiden.
Doch eines wird nicht berücksichtigt: der Wunsch des Fotografen. Wer also besondere Wünsche hat, muss diese der Kamera vorgeben. Doch Vorsicht! Es genügt nicht einfach im manuellen Modus einen Wert zu ändern. Den ändere ich einen Wert (Blende, Zeit oder ISO) dann ändere ich auch die Menge Licht, die durch das Objektiv fällt.
Kleine Faustregel: Ändere ich einen Wert und möchte die Lichtmenge nicht ändern, dann muss ich mindestens auch einen zweiten Wert ändern. Beispiel: Die Kamera wählt 1/125 Sek., Blende 8 und ISO 200. Ich möchte ein Rennauto fotografieren und brauche deshalb 1/1000 Sek. Würde ich einfach nur die Verschlusszeit ändern, wäre mein Bild um 3 Stufen unterbelichtet, also zu dunkel. Ich muss folglich entweder die Blende weiter öffnen, auf 2,8 oder die ISO auf 1600 erhöhen.

Schärfentiefe-Dreieck

Nicht nur die Belichtung stellt eine Dreiecksbeziehung dar. Heute redet alle Welt von Bokeh. Das Motiv ist scharf abgebildet, der Hintergrund jedoch unscharf. Eigentlich geht es hier nur um die Schärfentiefe, also die Frage wie weit die Schärfe sich in der Tiefe des Bildes ausdehnt. Das dieses Phänomen mit der Größe der Blendenöffnung und der Brennweite zusammenhängt ist den meisten Hobbyfotografen ein Begriff. Doch auch der Abstand zum Motiv spielt eine entscheidene Rolle. (vergl. [kreativ gesehen] 7)


Kreativ-Dreieck

Noch ein Dreieck gefällig? Das ist mein Liebling, denn hier geht es um Gestaltung. Der Fotograf hat immer drei Möglichkeiten sein Bild bewusst zu entwickeln. Die Blende steht für die Schärfentiefe, wir bestimmen was im Bild scharf ist und was nicht. Die Verschlusszeit steht für Bewegung. Wir können mit sehr kurzen Zeiten Bewegungen einfrieren oder durch eine lange verwischen lassen. Und die Brennweite? Da hilft ein Begriff der Kameramänner von Film und Fernsehen weiter. Wenn sie nämlich etwas heranzoomen, sprechen sie von verdichten. Und genau das passiert auch, wenn wir eine lange Brennweite nehmen, denn hintereinander angeordnete Objekte wirken plötzlich dichter beieinander. (vergl. [kreativ gesehen] 7) Das Gegenteil erzeugt man mit einem Weitwinkel, er lässt alles weit und geräumig wirken.


Nicht vergessen: drei Dinge brauchen die Fotografen!

Freitag, 20. November 2015

Jetzt einen Kaffee! - Olympus Black Friday in Düsseldorf

Die Olympus PEN E-PL7, eine spiegellose Systemkamera wird im Mittelpunkt des "Black Friday" stehen. In mehreren deutschen Städten werden dazu besondere Aktionen durchgeführt. In Düsseldorf werde ich am 27. und 28. November Fashionportraits mit dieser Kamera bei Foto Koch machen. Wer mich also mal persönlich kennen lernen möchte, ist herzlich eingeladen vorbei zu kommen.
In Hamburg kann man übrigens Frank Fischer (Ja, das ist der von der FF-Fotoschule) beim Shooting über die Schulter gucken. Vielen Dank Frank, für das einspannen in D'dorf ;-)

Um mich mit der Kamera vertraut zu machen bekam ich sie bereits jetzt zugeschickt. Hier eine kleine spontane Serie aus meiner Küche mit dem 1,8/45mm bei Offenblende. Die Handhabung wirkt von der 
OM-D her noch sehr vertraut. 





Donnerstag, 12. November 2015

kreativ gesehen (15): Schlechtes Licht, gibt es nicht!

Es gehört zu den Herausforderungen der Presse- und Reportage-Fotografie mit dem Licht auszukommen, dass einfach da ist. Egal ob strahlender Sonnenschein, trister Nebel, der romantische Schein einer Kerze ... ups! ... Fällt ihnen etwas auf? Ich bewerte das Licht bereits, teile ihm subjektive Eigenschaften zu.
Aber fangen wir vorne an.  Licht an sich ist weder gut noch schlecht. Es ist hell oder dunkel, hart oder weich, gerichtet oder gestreut, hat eine Richtung und irgendeine Farbe hat es auch immer. Im Endeffekt stellen sich mir immer die gleichen Fragen:

- Welches Licht ist vorhanden?
- Aus welcher Richtung kommt es?
- Gibt es mehrere Lichtquellen?
- Welche Farbe hat das Licht?
- Wie stark ist das Licht?



Es geht darum sehen zu lernen. Und das mit den Augen der Kamera. Es geht auch darum, die richtige Einstellung für mein Motiv zu finden. Oft heißt das, die Sensor-Empfindlichkeit jenseits der "ISO 100" zu wählen und gewisse technische Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Es heißt aber auch die Brennweite nicht nur nach gestalterischen Gesichtspunkten zu wählen.


Am häufigsten heißt es aber einfach, rausgehen auch wenn die Sonne nicht scheint. Sich einfach mal inspirieren lassen, die Augen aufmachen und sehen.

Ausführlich bespreche ich dieses Thema in Fotokursen und -Coachings. Dort gibt es dann auch Zeit zum sehen, analysieren, umsetzen und nachbesprechen unter Anleitung.

Neue Termine für 2016 sind noch in Planung. Auf dem laufenden bleiben: einfach auf dieser Seite oben rechts ihre E-Mail-Adresse eintragen und keine neuen Termine verpassen!





Mittwoch, 7. Oktober 2015

Bremen? C'est mort! - die Zweite



"Bremen? C'est mort! - Bremen? Das ist tot!" - erneut sind 10 Bilder der Serie aus dem Jahr 2011 zu sehen, diesmal im Bürgerhaus Hemelingen im Rahmen der Krimilesung - Geschichten von Leben und Tod: Krimi trifft Schwarz

"Schnee bedeckt den Park, ein Hund schnüffelt einer Fährte nach. Und da! Liegt da nicht jemand? Es könnte so schön sein, nette Landschaftsfotos aus Bremen. "Ja, mit kleinen Fehlern", lacht Fotograf  Thomas W. Salzmann. "Bremen? C'est mort! - Bremen? Das ist tot!" nennt der geborene Berliner seine Serie. Ein wenig böse und doch voller Ironie laden die Schwarzweißbilder zum genauen Hinsehen ein. "Im ersten Moment wirken die Bilder schön, doch dann entdeckt der Betrachter immer etwas, das nicht dort hingehört.

"Die Idee dazu kam mir, als in unserer Fotogruppe nichts los war", erinnert sich der Fotograf. Im Gegensatz zu Gruppen in anderen Städten war Bremen wie tot. Da waren der Titel und die Idee geboren. Fotografen und Modelle der Gruppe wurden eingeladen, an der Aktion teilzunehmen. In seiner Freizeit, an mehreren Wochenenden entstanden schaurig schöne Bilder, die fast als Postkarte herhalten könnten.. Übrigens keine Angst, alle "Leichen" erfreuen sich bester Gesundheit.

Der Berliner Thomas W. Salzmann lebt seit 20 Jahren in Bremen und arbeitet als freier Fotojournalist. Auch in seiner Freizeit kann er den Finger nicht vom Auslöser lassen. Es ist nicht seine erste Ausstellung an der Weser. "Aber auch sicher nicht die Letzte" grinst der Fotograf.

Ab Freitag den 9.Oktober bis voraussichtlich Dezember im Bürgerhaus Hemelingen, Godehardstraße 4, 28309 Bremen"

Freitag, 11. September 2015

3nach9: Göthe, 00Schneider und Tagesschau

Foto-Termin bei Radio Bremen: Klar, die Talkshow 3nach9 rief wieder und bot spannende Gäste.



Katja Riemann - Schauspielerin



Helge Schneider - Komiker


Linda Zervakis - Journalistin


Sheikh Husamuddin Meyer - Seelsorger


Barbara Rütting - Autorin, Schauspielerin und Politikerin


Sarah Willis - Musikerin


Charmante Gastgeberin: Judith Rakers


Dienstag, 18. August 2015

Spiegellos glücklich mit der Fujifilm X-Serie

Eigentlich... ...wenn ein Beitrag schon so anfängt, dann kam alles anders. Also, eigentlich suchte ich nach einer Möglichkeit alte Objektive an Digitalkameras zu nutzen. Eine Spiegelreflex kam dafür nicht in Frage, denn der entsprechende Adapter hätte eine Korrekturlinse gehabt. Diese ist nötig, verschlechtert aber die Leistung des Objektivs. Immerhin sind meine alten Objektive von Zeiss und diese Qualität wollte ich erhalten. So fiel mein Blick ins Lager der Systemkameras, das sind digitale Kameras mit Wechselobjektiven.  Hier braucht der Adapter keine zusätzlichen Linsen, die Leistung einer Optik bleibt also erhalten.

Ein hervorragendes Zeiss aus alten Tagen.
Die Entscheidung fiel auf eine günstige, gebrauchte Fujifilm X-E1. Auflösung und Sensorgröße (APS-C) entsprechen meinen Spiegelreflexen. Doch die Fuji ist viel kleiner und besitzt einen elektronischen Sucher. Im Sucher befindet sich schlicht und ergreifend ein Monitor. Nach dem Auspacken und ersten Testschüssen, stand erstmal ein Firmware-Update an - völlig problemlos. Nach dem Update zeigte die Kamera im Sucher sogenanntes "Focus-Peeking" - beim manuellen Scharfstellen werden die scharfen stellen im Sucherbild durch eine Umrandung angezeigt. Dabei ist genau zu erkennen welcher Teil eines Objektes in der Schärfe liegt. Da meine alten Linsen manuell sind, versprach dies eine gute Hilfe zu werden.

Der erste Einsatz, war so nicht geplant. Auf einer Hochzeit hatte ich die Kamera dabei um evtl. mal ein paar Bilder von nicht so entscheidenen Situationen zu machen. Doch das kam anders. Etwa ein Drittel der Aufnahmen entstand schließlich mit der Fuji. Schnelles Scharfstellen und dazu fast geräuschlos auslösen, das war der Hammer.  Und so kam auch mein Zeiss 2,8/85mm zu ehren. Es stammt noch aus den Zeiten der Contax und Yashicas (aktuell nicht mehr am Markt) und ist immerhin "Made in Western Germany:" Endgültig Feuer gefangen habe ich beim betrachten der Bilder am Rechner. Fujifilms Filmsimulationen zaubern Farben wie zu alten analogen Zeiten mit hervorragenden Hauttönen.

Retro-Look, sehr übersichtlich.
Ein weiterer Grund für die Fuji war der "Retro-Look." Das Gehäuse besitzt ein Verschlusszeitenrad - wie in alten Zeiten. Ich hatte schon mehrfach festgestellt, dass ich mit den digitalen Anzeigen von Blende und Zeit im Sucher eher nicht gut zurecht komme. Bei einem Einstellrad oder einem Blendenring reicht ein flüchtiger Blick, um zu sehen "ob es passt." Vielleicht bin ich auch einfach altmodisch oder altersweitsichtig. Tatsächlich arbeite ich aber schneller, trotz Verzicht auf den AF. Natürlich bietet die Fuji X-E1 Autofocus mit den Fujinon-Objektiven.

Klein, leicht, unauffällig - so würde ich meine Erfahrungen in der Streetfotografie zusammenfassen. Manchmal scheint es als würde ich mit der "Kleinen" gar nicht ernst genommen. Da auch eine große, dicke Fototasche entfällt, bin ich um so unauffälliger. Die gute High-ISO-Performance und der Dynamic-Range lassen den Fotografen in keiner Situation im Stich. Zu dem zeigt der Monitor das Bild bereits mit der eingestellten Belichtung, also so wie es nachher aufgenommen wird. Meine Standartausrüstung für unterwegs besteht derzeit aus einem 12mm-Weitwinkel (entspr. 18mm VF) und ein 85mm-Tele (entspr. 135mm VF). Und offen gegesagt, ich nehme sie viel öfter mit. Freue mich schon auf den nächsten Urlaub oder die nächste Städte-Tour.


Im Studio ist es im Sucher erst einmal duster. Klar, die Einstelllichter der Blitzanlage sind viel dunkler als der abgestrahlte Blitz.  Das lässt sich aber schnell ändern. Mit einigen Klicks im Menü ist die Belichtungsvorschau ausgeschaltet und auch im dunklen Studio ist das Sucherbild wieder hell. Dank Focus-Peeking und Sucher-Lupe lässt sich bei Portraits exakt auf die Augen scharfstellen, auch bei extrem geringer Schärfentiefe. Weil die Kamera im Sucher kurz das aufgenommene Bild zeigt, hat der Fotograf alles unter Kontrolle ohne das Auge von der Kamera zu nehmen. Eine klare Erleichterung, der Blick auf das Display kann entfallen, denn auch die Lupe funktioniert, um beispielsweise die Schärfe nachträglich zu kontrollieren. Ich hatte selten so viele, so gute Ergebnisse.


Erwähnen will ich noch das Quick-Menü - der Name spricht Bände. Alle wichtigen Einstellungen sind auf einen Knopfdruck und auf einen Blick unter Kontrolle. Und Nachteile? Sicher, der elektronische Sucher verzögert minimalst die Darstellung. Aber eine Auslöseverzögerung haben sowieso alle Kameras und so ist nur eine Sache der Gewohnheit, diesen Bruchteil einer Sekunde im Auslösefinger zu haben. Der Akku-Verbrauch ist nicht auffällig und die Akkus klein, so passen ein paar mehr in die Tasche. Mir hat dieser "Versuchskauf" durchaus viel Spaß an der Fotografie zurückgebracht.


Freitag, 17. Juli 2015

Foto-Termin 3nach9: Wiener, Koch, Wetter, Krimi mit Gesang

Donald Bäcker - Meteorologe

Sarah Wiener - Köchin

Klaus-Peter Wolf - Krimiautor
Oonagh - Sängerin

Rolf Becker - Schauspieler

Marianne Koch - Ärztin und Moderatorin

Montag, 29. Juni 2015

[kreativ gesehen] 14: "Des Laien Spielzeug ist des Profis Werkszeug"

Zugegeben: die Überschrift ist geklaut. Aus einem alten Geo-Magazin von 1982. Die Kollegen mögen Nachsicht haben. Magnum-Fotograf Erich Hartmann philosophierte damals darüber warum er was, wann braucht oder auch nicht. Und genau dort liegt der Unterschied zwischen Amateur und Profi.
Immer wieder hört jeder Fotograf und Foto-Trainer die gleichen Fragen: "Welche Kamera ist die Beste?" "Soll ich dieses Objektiv kaufen?" "Vollformat ist doch besser, oder?" Und so mancher Amateur schleppt viele Kilos an Ausrüstung mit in den Urlaub, zum Frust von Partnern und Familie.  Hobby-Fotografen sind in der Tat derweil besser ausgerüstet, als viele Profis.

Profis denken vom Endprodukt und vom Kunden her

Auf einer kleinen Tour durch den Hafen traf ich kürzlich einen Architektur-Fotografen und einen Kollegen einer Nachrichtenagentur. Schnell waren wir beim Thema Ausrüstung. Für den einen sind spezielle Objektive wichtig, für den anderen die Robustheit seiner Ausrüstung. Der eine kommt mit (lächerlichen) 12 Megapixeln für den Zeitungsdruck locker aus, der andere braucht für große Drucke deutlich mehr. Der eine braucht eine Kamera die ihn auch bei Starkregen nicht im Stich lässt, der andere fotografiert sowieso nur bei Sonnenschein. Der eine muss seine Reportagen auch "mit ohne" Licht hinbekommen, der andere braucht viel Schärfe und die Blendenskala beginnt für ihn erst bei 8. Mit 30 kg Ausrüstung auf dem Rücken würde jeder Reporter zur lahmen Ente. Und welche Kamera ist nun die Beste? Welches Objektiv das Richtige? Der Zweck beantwortet die Frage schnell. Und das sind die Fragen, die sich Profis stellen. Studio oder Outdoor oder beides? Portraits oder Reportage oder beides? Magazin oder Plakat oder Internet? Und wie lange hält das Ding? Und wie gut und vor allem, wie schnell ist der Service? Kann ich in meiner Stadt dafür auch Zubehör mieten? Gibt es die nötigen Objektive?

Amateure wollen das "Beste"

Es sei ihnen gegönnt! Doch was ist das Beste? In Fotografie-Grundkursen gibt es immer den Einen. Den mit der großen Ausrüstung. Den dicken Kameras und den langen Objektiven im Wert eines Kleinwagens. Schon beim Anblick der Ausrüstung sind einige versucht ehrfürchtig auf die Knie zu fallen. Er hatte sicher einen guten Verkäufer, der hat ihm von allem das Beste eingepackt. Und nun sitzt er zwischen als diesen "Amateur-Hobby-Knipsen" und versucht zu verstehen, was all' die Knöpfe an dem schwarzen Kasten bedeuten. So wie alle anderen auch. Denn Technik kann überfordern.
Auch als Hobby-Fotograf macht es Sinn vom Endprodukt her zu denken. Die große Frage ist doch, wo die Fotos nachher landen. Auf der Festplatte, auf nimmer Wiedersehen? Bei facebook, instagram, flickr? Als 4x3m Aludibond an der Wand? Regelmäßig in Ausstellungen?
Auf die Gefahr hin mir Feinde zu machen: oft geht es doch um das Prestige! Und das funktioniert in einer Umwelt, die denkt, dass eine "gute" Kamera "gute" Fotos macht, nur allzu gut. Das hat allerdings auch den Nachteil, dass wir immer auf dem neusten Stand der Technik sein müssen. Denn eine "gute" Kamera von gestern, das ist klar, kann gar nicht so gute Bilder machen, wie das Nachfolgemodell.

Fotografen sind Technik-Nerds

Egal ob Profi oder Amateur, diesen gewissen Hang zur Technik haben fast alle, übrigens nicht nur Männer. Aus meinen Fotokursen weiß ich das. Ich selbst habe ja alle Phasen durchgemacht. Als Hobby-Fotograf wurde meine Tasche immer schwerer, die Ausrüstung wuchs und meine damalige Partnerin witzelte schon, ich würde Kameras sammeln, statt zu fotografieren. Testberichte, Diagramme, Linsenkonstruktionen waren quasi mein zweites zu Hause.
Das änderte sich mit dem Wechsel ins Profi-Lager. Unsere kleine Agentur betreute Internetseiten, sowie Drucksachen für kleine Selbstständige und Bildungseinrichtungen. Von unserer Mediengestalterin lernte ich schnell welche technischen Anforderungen an ein Bild gestellt wurden. Uns reichten damals ganze 4 Megapixel. Kaum zu glauben, oder?  Und keinen Kunden interessierte es mit welcher Kamera oder welchem Objektiv das Bild gemacht wurde. Die Aufgaben, aber auch unser Budget bestimmten die Ausrüstung.

Die Angst nicht alles dabei zu haben

Kennen sie, oder? Spätestens vor dem Urlaub. Wie viel Kilo Handgepäck? Was?! So wenig! Muss ich das 500er-Tele wirklich zu Hause lassen?
Befreien Sie sich davon. In alten Fotobüchern wurden oft Profis gefragt, was sie auf Reisen oder Reportagen mit nehmen. Die Antworten aus analogen Zeiten klingen ernüchternd: "einen Weitwinkel, ein lichtstarkes Normal-Objektiv und ein leichtes Tele für Portraits oder ein Makro-Objektiv."  Das war's. Bei den Meisten. Heute ist Antwort gerne ein 24-70mm/2,8 oder eine Edelkompakte.

Damit wir uns nicht missverstehen

Ich will keinem den Spaß an der neuen Kamera, dem neuen Objektiv, dem Blitz, dem was-auch-immer nehmen. Aber ich möchte das der Spaß an der Fotografie erhalten bleibt. Und ich möchte, dass Sie an ihren Bildern erkannt werden. Investieren Sie nicht nur in ihre Ausrüstung, sondern auch ins Training. Als Dozent frage ich mich oft, warum die Teilnehmer von Grundkursen, in denen es verstärkt um Technik geht, nicht in den Bildgestaltungskursen wieder auftauchen. Entweder bin ich so schrecklich, dass sie alle weglaufen - aber dann wären meine anderen Kurse ja nicht so gut gebucht. Oder sie sitzen doch noch in der Technik-Falle und versuchen stundenlang in Lightroom aus unbefriedigenden Bildern bessere zu machen.
Versuchen Sie lieber "das Richtige", statt "das Beste" zu kaufen. Und gönnen Sie sich Fotokurse oder Lehrbücher, in denen die Dozenten oder Trainer wertvolle Tipps geben.  Bringt mehr.

Darüber reden? facebook-Gruppe "kreativ gesehen"

Ach, ja! Und lesen Sie diesen Blog weiter und folgen mir auf instagram, facebook, google+ oder flickr!

Sonntag, 28. Juni 2015

Fotoworkshop - Zurück in die 50er Jahre

Kurz vor der Mittagspause
Lange geplant war ein Fotoworkshop in Bad Bederkesa. Die nur drei Teilnehmer hatten einen Tag lang, zwei Modelle, eine Blitzanlage, einen Bahnhof, einen kompletten Zug und den Gleisbereich zur Verfügung. Der Leitfaden war das Erzählen einer Geschichte vom Reisen. Trotz des unbeständigen Wetters hatten alle viel Spaß. Eine Stärkung gab es von der Museumsbahn.

Warten, warten, waten!

Frech!

Auf dem Kühlwagen

Museumsbahn Bad Bederkesa
Der Workshop wurde komplett von mir konzipiert und für die FF-Fotoschule durchgeführt. Ein besonderer Dank gilt der Museumsbahn Bad Bederkesa.

Dienstag, 16. Juni 2015

Foto-Termin: Drehstart des neuen Bremer Tatort

Erpressung, Gentechnik, Anschläge, das sind die Zutaten für einen neuen Radio Bremen Tatort. Bei einem Foto-Termin zum Drehbeginn von "Der hunderste Affe" (AT) war Gelegenheit die Hauptdarsteller im Bremer Stadion-Bad abzulichten.

Sabine Postel am Set als Kommisarin Inga Lürssen

Auch die junge Schauspielerin Luise Wolfram wird im Tatort zu sehen sein.

Matthias Brenner verkörpert den etwas schrulligen Gerichtsmediziner.

Kommisar vom Dienst, Oliver Mommsen.

Florian Baxmeyer führt wie gewohnt Regie