Montag, 21. Juni 2021

25 Jahre danach - Rückkehr ins Oderbruch

Stüler-Kirche, Reitwein 1996

Stüler-Kirche, Reitwein 2021

 Vor 25 Jahren machte ich ein Radio-Feature über die Landflucht im Osten. Das Oderbruch rund 50 km östlich von Berlin war ein geeignetes Beispiel. Anfang Juni kehrte ich dorthin zurück, auf einer ganz persönlichen Spurensuche. Diese Gegend ist voller Überraschungen, kleiner Schlösser, wunderbarer Landschaft und Bauten berühmter Archithekten. Die Schlaglöcher von damals sind beseitigt und die Dörfer herrlich heraus geputzt.

Ursprünglich war das Oderbruch das Schwemmland der Oder und sah etwa so aus wie der Spreewald. Theodor Fontane berichtete, dass die Gegend äußerst fischreich war und die Händler sogar bis nach Italien exportierten. Aber Preußens Armee brauchte Fläche für Kavalleriepferde und die Versorgung. So wurde die Oder in ein neues Bett gedrängt und das Bruch trockengelegt. 


Lebus, direkt an der Oder

Der erste Storch am Platze, Lebus

Südländisches Flair ;-)

Die Oder, Grenzfluß zu Polen

Energie

Sogar die Milchstraße wird nachts sichtbar

Der "Olle Fritz" in Letschin
Typisch brandenburgisches Straßendorf, Letschin

Dejavue: fast wie 1996, sogar das Logo "HO" fand
sich noch auf den Schaufensterscheiben

Schinkelturm, Letschin

Bockwindmühle, Wilhelmsaue

Bockwindmühle, Wilhelmsaue

Jüdischer Friedhof in Groß Neuendorf

Jüdischer Friedhof in Groß Neuendorf

Der Hafen von Groß Neuendorf. Im turm ist ein Café,
 in den Wagons ein Hotel und ein Theater.

Ob das legal ist? ;-)

Schloss Neuhardenberg

Schinkelkirche in Neuhardenberg, dass zu DDR-Zeiten
Marxwalde hieß

Gedenkstätte Seelower Höhen, Seelow 

33.000 Sovjetische Soldaten und 12.000 Deutsche ließen in der
letzten großen Schlacht vor Berlin ihr Leben. Was für ein Irrsinn!

Gedenkstätte Seelower Höhen, Seelow

Die alte Oder bei Küstrin-Kietz

Alte Oder bei Kürstrin-Kietz

Ende der "Bundesstraße 1" an der polnischen Grenze

Blick zur Bastion Phillip in Kostryn

Vom ehemaligen Küstrin sind auf der Oderinsel
nur noch die Keller zu sehen. 

Brücke der Ostbahn, die Berlin mit dem heutigen Kalliningrad verband.

Alte Oder zwischen Gorgast und Küstrin-Kietz

Alte Oder zwischen Gorgast und Küstrin-Kietz

Deutsche Ingenieurskunst bei Altlangsow

Oderufer bei Groß Neuendorf

Abschied im letzten Sonnenlicht.

Es waren herrlich ruhige Tage. Das Auge bekam viel schönes zu sehen, was der Seele gut tut. Karl-Friedrich Schinkel grüßt an fast jeder Ecke, sogar mein Quartier wurde von ihm erbaut. Das Oderbruch, ein echter Geheimtipp für einen Urlaub. Das nächste Mal bleibe ich sicher länger.